Landesklasse Süd

Gernsheim 3 : Spielbericht

Reinheim-Groß-Bieberau – Gernsheim:  3,5-4,5

hallo,

tja ,äh,ich bin´s, der Mischa, hab gerade „nichts zu tun“ und schildere euch kurz  wie wir gewonnen haben:

 

Brett 1 : Heck-Krinke  0-1

der schnellste Sieg. Gegner erkannte die Aussichtslosigkeit und trat gar nicht erst an.

Kampflos gewonnen und dazu verdonnert den Spielbericht zu schreiben.

 

 

 

Brett 2 : Fontana -Dr.Bruns 1-0

kampflos

Felix hatte kurzfristig abgesagt ,so mussten auch wir mit Sieben spielen

 

Brett 3 : Tauber-Rothermel 1-0

Der um mehr als  300 DWZ Punkte stärkere Tauber wurde von Tim in der Eröffnung regelrecht an die Wand gespielt. Tauber versucht königsindisch auf´s Brett zu kriegen, klappte aber  nicht so recht . Fritz meinte: „ohne Kompass in der Wüste“. Wahrlich, er konnte kaum etwas sinnvolles ziehen. Leider ließ dann Tim später  das Gewinnabspiel aus ,welches er aber gesehen hatte. Er wollte es aber  „genial“ spielen und meinte völlig euphorisiert die schwarze Dame fangen zu können. Da dies (nicht nur) im Schach nicht so leicht ist , musste er dann schmerzlich feststellen. Er geriet in eine zweischneidige hochtaktische, etwas schlechtere Stellung, die er dann nach hartem Kampf völlig  überflüssig verlor. Trotzdem, eine tolle Partie.

 

Brett 4 : Pachler-Lukas 0,5-0,5

Zügig spielten beide munter drauf los und erreichten eine Stellung, bei der Anne einen gedeckten Freibauer auf der e-Linie eingemauert hatte, der, falls es zum Endspiel kommt, der „Winner“ ist. Hinzu kam ein rückständiger weißer c Bauer der nach Belagerung schrie. Aber—der Gegner hatte auch etwas, vor allen Dingen in einer geschlossenen Stellung  die einzige offene Linie, die a Linie. Die nutzte er auch und führte über diesen Seiteneingang  so ziemlich alles, was er noch hatte, in Annes Stellung ein. (Dame und Türme).Das sah gefährlicher aus wie es war ,behinderte aber Annes Pläne ,das zweite Remisangebot nahm Sie dann an.

Brett 5 : Reichwehr-Wicht -Wasserab 0-1

Ein überzeugender Sieg.

d4 -Sc6  e4-d5 gegen so etwas hab ich mit weiß auch immer gerne gespielt . Der Wicht hat dann nach e5 auch noch f6 und Sa6 gespielt. Trotzdem, wenn zwei Liebhaber des Geschlossenen gegeneinander spielen, so ist dann auch bald alles verrammelt. Der erste Bauer, glaube ich, wurde auch erst in der Schlussphase geschlagen. Genau auf diese eine daraus entstandene Line setzte Martin einen Turm und begann einen wohlvorbereiteten Königsangriff, der die Partie ohne mögliche Gegenwehr gewann.

 

Brett 6: Wunderlich – Müller 0,5-0,5

Englisch mit Lg2 und schwarz mit den Bauern e5-f5 dagegen, dies versprach interessant zu werden ,war es auch. Ein wagemutig geführtes Angriffsspiel von Manon brachte den Gegner kräftig ins Schwitzen, ein Bauernopfer auf f4 ließ ihn sogar unruhig auf dem Stuhl hin-und herrutschen. Dennoch parierte er viele Drohungen und hatte ,nachdem Manon wieder mehr auf Sicherheit spielte, einen Bauern (Doppelbauer) mehr. Die bessere Endspielstellung  von Manons Türmen egalisierte dies aber, und man trennte sich dann später, nachdem es für uns günstig aussah, remis.

 

Brett 7 : Weber – Zwerenz 0-1

Die wohl amüsanteste Partie

Alexander griff im zweiten Zug mit lg5 den schwarzen Springer auf f6 an uns schlug in raus. Das ist zwar nichts besonderes ,aber wie hier Weiss das positionell behandelte ,das war schon bemerkenswert. Alles folgerichtig gespielt, der Weber scheint die meisten Züge gar nicht verstanden zu haben, und Alexander nutzte die Schwäche der Doppelbauernstellung auf f perfekt aus und gewann später einen Bauern. Somit war die Partie eigentlich gewonnen, dachte auch Alexander und wollte nun günstig abtauschen. Es war aber ungünstig, da es eine Figur verlor, oder eine Verluststellung bescherte, nicht ganz so leicht zu sehen, aber der Gegner hatte es bemerkt. Zwei Bauern für einen Läufer eigentlich aussichtslos. Völlig entnervt sagete Alex dann zu mir : „Vielleicht stellt er auch noch was ein.“ Und tatsächlich ,im Rausche des Sieges verlor Schwarz den Gesamtüberblick und übersah eine Doppeldrohung. Es folgte später ein Endspiel mit ungleichen Läufern ( aber ungleichen Spielern) . Am Schluss hatte Alexander eine Bauernwalze mit 3 Bauern, die im Gleichschritt der Damenumwandlung zusteuerten.

Brett 8 :Keisner- Werber 0,5-0,5

Eine gute Partie.

wenn einer die Affenvariante (b4) spielt, möchte er der Theorie entweichen  oder unternehmungslustig sein. Aber auch für diese Eröffnung gibt es Abspiele. Dem Daniel schien es auch völlig egal zu sein ,er machte sein Ding und den Gegner zum Affen. Immer mehr schwarze Figuren drangen in die weiße Stellung ein und irgendwann gab es von den zahlreichen weißen Figuren keine, die Ihre dünne Luft über die zweite Linie hinaus einsaugen konnten . Leider kostete das Erarbeitete auch Zeit, es war noch ein volles Brett und das Remisangebot von weiß kam erwartungsgemäß. Aus Sicherheitsgründen wurde  das Angebot angenommen.

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