Die Pokalmannschaften haben bei uns eine längere Tradition – und so war es auch nicht ungewöhnlich, dass wir auch in der Saison 25/26 wieder einmal am Deutschen Mannschaftspokal teilnehmen konnten – sozusagen dem DFB-Pokal des Schachs. Auch wenn wir in der Vergangenheit uns aufgrund der Erfolge im Hessenpokal schon häufiger qualifizieren konnten, ist die Teilnahme bei einer Deutschen Meisterschaft doch immer wieder etwas besonderes. Nach Bayern und NRW durften wir 2026 im tief verschneiten Saarland antreten. Mit dabei waren neben dem Gastgebern noch Teams aus BaWü und NRW. Letzteres war der einzige Zweitligist und daher klarer Favorit für das Weiterkommen, zumal das Team aus Erkenschwieck mit dem bekannten IM Robert Ris (siehe z.B. hier seine Chessbase-Produkte Robert Ris) und dem aktuellen U16 Europameister antrat.
Am Samstag – ca. 20 Minuten vor Spielbeginn – wurden die Paarungen von der Schiedsrichter-Losfee ausgelost. In der ersten Runde bekamen wir es mit dem vermeintlichen schwächsten Gegner aus BaWü zu tun, ein Duell, in das wir in der Aufstellung Maxi – Vitali – Peter – Uwe als Favorit gingen.
Unserer Favoritenstellung konnten wir in dem sehr knappen Duell jedoch nicht gerecht werden, klare gute Stellungen konnten wir zunächst nicht herausspielen, insbesondere an den Schwarz-Brettern bei Peter und Vitali sah es im Übergang zwischen Eröffnung zum Mittelspiel eher schwierig aus. Uwe und Maxi konnten sich ein optisches Übergewicht erspielen – viel war es aber letztlich nicht. Wie so oft bei dem „kurzen Fischer-Modus“ entschied sich dann viel in der Zeitnotphase. Maxi konnte seinen leichten Vorteil ausbauen, einen Bauern gewinnen und schließlich die Partie entscheiden. Ein Sieg an Brett 1 im Vierer – Pokal ist dank Berliner Wertung immer viel Wert und so reichten letztlich zwei weiteren Remisen von Uwe und Peter zum Mannschaftssieg. Peter hatte sich zwar Mehrbauern erarbeiten können, die Stellung war jedoch in gegenseitiger Zeitnot sehr komplex, weshalb er sich mannschaftsdienlich zum Remis entschlossen hatte. Vitali verlor seine Partie leider, nachdem sein Gegner letztlich gut im Zentrum durchbrechen konnte und Vitalis schwache Bauernstruktur im zum Verhängnis wurde.
Nachdem wir abends uns spontan zur Übernachtung entschlossen – und dank booking.com einen guten Preis vor Ort aushandeln konnten (kleiner Insider 😉 ), in Saarbrücken jemenitisch essen waren (muss ja nicht immer Pizza sein) und die Nacht im gefühlt 1,85m überstanden hatten, ging es am Folgetag gegen den Zweitligisten aus Erkenschwieck.
Hier waren wir nun deutlicher Außenseiter – allerdings spielten wir deutlich bessere Partien wie am Vortag. Lange Zeit schien eine Überraschung für uns möglich zu sein. Vitali spielte eine souveräne Partie und konnte ein ungefährdetes Remis gegen IM Ris erreichen. Maxi hingegen hatte eine scharfe Variante gewählt und konnte so durch ein Springeropfer einen Bauern gewinnen und hatte in der Folge bei besserer Zeit mit guten Gewinnoptionen. Peter hatte eine sehr symmetrische Stellung mit wenig Schwächen und auch Uwes Stellung schien einige Optionen bereit zu halten. Bei einem Sieg von Maxi an Brett eins und einem Remis an den hinteren Brettern wäre die Sensation daher perfekt gewesen. Am Ende sollte es aber nicht sein – Uwe und Peter verloren ihre Partien. Wie genau konnte leider wegen der eigenen Partie nicht verfolgt werden. Bei Maxi sprang am Ende ein einfach und klar gewonnenes Endspiel heraus. Aber der Europameister ist ja vermutlich nicht ohne Grund Europameister und der Maxi ist vermutlich nicht ohne Grund bei der 2300 stehen geblieben 😉 Jedenfalls war das klar gewonnene Turmendspiel dann eben doch nur Remis – gut nur, dass unser Tom nicht in der Nähe war, das hätte er nie verziehen…
Was bleibt ist die Erkenntnis, dass wir vermutlich noch nie so knapp am Weiterkommen im Pokal vorbeigeschrammt sind und wir uns schon darauf freuen, wenn wir wieder einmal antreten können.
Turnierergebnisse gibt es hier:
Bundesliga Ergebnisdienst
Die Pokalmannschaften haben bei uns eine längere Tradition – und so war es auch nicht ungewöhnlich, dass wir auch in der Saison 25/26 wieder einmal am Deutschen Mannschaftspokal teilnehmen konnten – sozusagen dem DFB-Pokal des Schachs. Auch wenn wir in der Vergangenheit uns aufgrund der Erfolge im Hessenpokal schon häufiger qualifizieren konnten, ist die Teilnahme bei einer Deutschen Meisterschaft doch immer wieder etwas besonderes. Nach Bayern und NRW durften wir 2026 im tief verschneiten Saarland antreten. Mit dabei waren neben dem Gastgebern noch Teams aus BaWü und NRW. Letzteres war der einzige Zweitligist und daher klarer Favorit für das Weiterkommen, zumal das Team aus Erkenschwieck mit dem bekannten IM Robert Ris (siehe z.B. hier seine Chessbase-Produkte Robert Ris) und dem aktuellen U16 Europameister antrat.
Am Samstag – ca. 20 Minuten vor Spielbeginn – wurden die Paarungen von der Schiedsrichter-Losfee ausgelost. In der ersten Runde bekamen wir es mit dem vermeintlichen schwächsten Gegner aus BaWü zu tun, ein Duell, in das wir in der Aufstellung Maxi – Vitali – Peter – Uwe als Favorit gingen.
Unserer Favoritenstellung konnten wir in dem sehr knappen Duell jedoch nicht gerecht werden, klare gute Stellungen konnten wir zunächst nicht herausspielen, insbesondere an den Schwarz-Brettern bei Peter und Vitali sah es im Übergang zwischen Eröffnung zum Mittelspiel eher schwierig aus. Uwe und Maxi konnten sich ein optisches Übergewicht erspielen – viel war es aber letztlich nicht. Wie so oft bei dem „kurzen Fischer-Modus“ entschied sich dann viel in der Zeitnotphase. Maxi konnte seinen leichten Vorteil ausbauen, einen Bauern gewinnen und schließlich die Partie entscheiden. Ein Sieg an Brett 1 im Vierer – Pokal ist dank Berliner Wertung immer viel Wert und so reichten letztlich zwei weiteren Remisen von Uwe und Peter zum Mannschaftssieg. Peter hatte sich zwar Mehrbauern erarbeiten können, die Stellung war jedoch in gegenseitiger Zeitnot sehr komplex, weshalb er sich mannschaftsdienlich zum Remis entschlossen hatte. Vitali verlor seine Partie leider, nachdem sein Gegner letztlich gut im Zentrum durchbrechen konnte und Vitalis schwache Bauernstruktur im zum Verhängnis wurde.
Nachdem wir abends uns spontan zur Übernachtung entschlossen – und dank booking.com einen guten Preis vor Ort aushandeln konnten (kleiner Insider 😉 ), in Saarbrücken jemenitisch essen waren (muss ja nicht immer Pizza sein) und die Nacht im gefühlt 1,85m überstanden hatten, ging es am Folgetag gegen den Zweitligisten aus Erkenschwieck.
Hier waren wir nun deutlicher Außenseiter – allerdings spielten wir deutlich bessere Partien wie am Vortag. Lange Zeit schien eine Überraschung für uns möglich zu sein. Vitali spielte eine souveräne Partie und konnte ein ungefährdetes Remis gegen IM Ris erreichen. Maxi hingegen hatte eine scharfe Variante gewählt und konnte so durch ein Springeropfer einen Bauern gewinnen und hatte in der Folge bei besserer Zeit mit guten Gewinnoptionen. Peter hatte eine sehr symmetrische Stellung mit wenig Schwächen und auch Uwes Stellung schien einige Optionen bereit zu halten. Bei einem Sieg von Maxi an Brett eins und einem Remis an den hinteren Brettern wäre die Sensation daher perfekt gewesen. Am Ende sollte es aber nicht sein – Uwe und Peter verloren ihre Partien. Wie genau konnte leider wegen der eigenen Partie nicht verfolgt werden. Bei Maxi sprang am Ende ein einfach und klar gewonnenes Endspiel heraus. Aber der Europameister ist ja vermutlich nicht ohne Grund Europameister und der Maxi ist vermutlich nicht ohne Grund bei der 2300 stehen geblieben 😉 Jedenfalls war das klar gewonnene Turmendspiel dann eben doch nur Remis – gut nur, dass unser Tom nicht in der Nähe war, das hätte er nie verziehen…
Was bleibt ist die Erkenntnis, dass wir vermutlich noch nie so knapp am Weiterkommen im Pokal vorbeigeschrammt sind und wir uns schon darauf freuen, wenn wir wieder einmal antreten können.
Turnierergebnisse gibt es hier:
Bundesliga Ergebnisdienst