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Frauenmannschaft gelingt der direkte Wiederaufstieg in die 2. Frauenbundesliga

Am vergangenen Wochenende fand für die beiden Gernsheimer Frauenmannschaften das letzte Spieltags-Wochenende in der Frauenregionalliga in München statt. Während es für die zweite Mannschaft galt, ihre ersten Mannschaftspunkte zu holen, um vielleicht doch noch den Klassenerhalt zu sichern, hatte die erste Mannschaft die Chance, den anfangs für fast unmöglich gehaltenen direkten Wiederaufstieg perfekt zu machen.

Erstmals wurden unsere Teams der Frauenregionalliga Gruppe Süd zugeteilt (nicht wie sonst der Gruppe Süd-West mit den übrigen hessischen Teams), in der neben ihnen mit Forstenried, Neuperlach, Bayern München 2 und Bayern München 3 noch vier Münchner Teams die Gruppe komplettierten.

Nach Bekanntgabe der Aufstellungen Anfang September schwanden unsere Hoffnungen zunächst, nach dem Abstieg letzte Saison den direkten Wiederaufstieg erzielen zu können.

Doch nach den Erfolgen Ende Oktober beim Heimspiel gegen die beiden Teams von Bayern München wuchs die Euphorie und der Aufstieg geriet in greifbare Nähe.

Fast wären wir allerdings im Vereinsduell noch gestolpert, war ein Sieg gegen unsere zweite Mannschaft doch auf Messers Schneide.

Mit drei Siegen auf der Habenseite bestritt man nun am Wochenende die ausstehenden Duelle gegen Forstenried und Neuperlach. Die zweite Mannschaft konnte bis dato leider noch keinen Mannschaftserfolg verbuchen und wollte gegen die gleichen Gegner nun mit Platz 4 noch das rettende Ufer erklimmen.

Dank frühzeitiger Planungen waren unsere Teams in bestmöglicher Besetzung. Einzig das überaus schneereiche Wetter bereitete vor und während der Anreise geringfügig Sorgen. Zum Glück verlief für alle sowohl die Hinfahrt als auch die Rückfahrt problemlos.

Die Spieltage selbst gestalteten sich zum Leidwesen mancher sehr sehr spannend.

Am Samstag traf unsere erste Mannschaft auf Forstenried, die mit Nato Imnadze eine WIM an Brett 1 aufgestellt hatten. Jutta spielte eine starke Partie mit Gewinnchancen, hatte allerdings mit der Zeit zu kämpfen und verpasste es, sich für ihren Angriffsmut zu belohnen.

An Brett 2 spielte Yvonne gegen eine zahlenmäßig etwa ebenbürtige Gegnerin. Ebenso wie Tabea an Brett 3 konnte sie ihre Stellungsvorteile nach und nach ausbauen und den vollen Punkt einfahren.

Leider gelang dies an jenem Samstag nicht auch Anne, die bislang eine überragende Saison spielte. Gegen eine Gegnerin mit knapp 300 Punkten weniger, stellte sie eine Qualität und somit die Partie ein.

Das 2-2 gegen Forstenried war zwar etwas unglücklich, allerdings hatten die Gegner bereits einen Mannschaftspunkt im Duell gegen Neuperlach liegen gelassen. Wir hatten den Aufstieg mit einem Sieg am Sonntag gegen Neuperlach also zum Glück noch selbst in der Hand.

Parallel zum Spiel der Ersten kämpfte unser zweites Team gegen schwächer aufgestellte Neuperlacher. Als die erste Mannschaft bereits fertig war, liefen noch drei der vier Partien.

Mai Linh an Brett 4 hatte zu diesem Zeitpunkt etwas überraschend auf Zeit gewonnen, denn zwischenzeitlich hatte ihre Gegnerin gut eine Stunde mehr Zeit auf der Uhr. Doch wer die Stellung und die Spielerinnen kennt, wusste spätestens bei verbleibenden 2 Minuten bei Mai Linh gegen 8 Minuten auf der Uhr der Gegnerin (ohne Inkrement), dass Mai Linh die Nerven bewahrt.

Beim Stand von 1-0, kämpfte Manon an Brett 1 mit einem leicht vorteilhaften Endspiel. Friederike an Brett 2 besaß eine ausgeglichene Stellung und Cornelia kämpfte mit Figur weniger maximal um ein Remis.

Dass dieser Kampf nach 5,5 stündiger Spieldauer am Ende mit einem 4-0 Sieg endete, war mehr als glücklich, bewahrte aber die Chance auf den Klassenerhalt.

Den Aufstieg feiern konnten wir zwar noch nicht, trotzdem ließ man den Abend bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen.

Am Sonntag durfte sich schließlich Manon gegen die Forstenrieder Titelträgerin behaupten. Auch sie spiele eine gute Partie mit großen Remischancen. Doch wie bei Jutta schwand die Zeit und die Partie ging verloren. Mai Linh bekam es mir Annes Gegnerin vom Vortag zu tun und leider gibt es auch hier durch einen Qualitätsverlust Ähnlichkeiten zu verzeichnen

Cornelia hingegen war entgegen ihrer vorigen Partie nicht auf Schützenhilfe ihrer Gegnerin angewiesen und fuhr an jenem Sonntag einen ungefährdeten Sieg nach Hause. Nun lag es an Friederike, ob ein 2-2 noch erzielt werden konnte. Lange Zeit wehrte sie sich gegen einen starken Angriff und fand sich schließlich in einem Leichtfigurenendspiel mit Minusbauern wieder, welches Remis endete.

Der 1,5-2,5 Endstand bedeutete somit den Abstieg unserer zweiten Mannschaft. Doch auch letzte Saison ist das Team abgestiegen und erhielt einen Freiplatz für diese Spielzeit. Ob man wieder einen Freiplatz beantragen möchte, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Alle verfolgten nun den Kampf unserer ersten Mannschaft. Hier stand es zu diesem Zeitpunkt 1-1. Während Anne souverän den ganzen Punkt einfahren konnte, übersah Yvonne eine Variante und musste die Niederlage akzeptieren.

Tabea hatte inzwischen ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern und Mehrbauer auf dem Brett. Die Stellung war nicht einfach und hätte wohl eine gute Studie ergeben wie man diese Stellung Remis hält.

Zum Glück fand Tabea alle Gewinnideen, ihre Gegnerin aber nicht die richtige Verteidigung, so dass Tabea den wichtigen zweiten vollen Punkt sicherte.

Jutta hatte bereits mehrfach zuvor gegen ihre Gegnerin gespielt. Wieder einmal fand sie sich in arger Zeitnot wieder, und überstand mit nur 2 Sekunden die erste Zeitphase. Dank des Sieges von Tabea musste sie ihr Endspiel mit Dame gegen zwei Türme nicht auf Gewinn spielen und so einigte man sich nach fast sechs Stunden Spielzeit auf ein Unentschieden.

Während die bayrischen Teams am 10.02. noch den zweiten Abstiegsplatz ausspielen, liegt unsere erste Mannschaft uneinholbar an der Spitze und freut sich, nächste Saison wieder in der 2.Frauenbundesliga angreifen zu können. Vielleicht gelingt uns im dritten Anlauf ja der Klassenerhalt.

Alle Ergebnisse findet ihr hier:

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