1. Mannschaft

Nix zu holen in Schöneck

Nach unserem missglückten Auftritt gegen Kassel wollten wir es gegen Schöneck am nun schon 9. Spieltag der Oberliga besser machen. Allerdings ist Schöneck – zumindest wenn sie so antreten wie am heutigen Tage gegen uns – durchaus ein starkes Team, schließlich hat Schöneck auch jahrelang in der 2. Liga gespielt.

Tatsächlich war für uns leider auch in Schöneck nichts zu holen. Dabei verliefen viele Partien eigentlich lang Zeit in der Remisbreite, allerdings fand niemand Möglichkeiten, seine Stellung entscheidend zu seinen Gunsten zu verbessern. Und so war es nicht überraschend, dass wir am Ende keine einzige Gewinnpartie vorweisen können.

Marco und ich machten relativ früh remis. Marco musste sich mit einem Abtauschfranzosen auseinandersetzen, bekanntlich eine Eröffnung, gegen die es schwer ist, mit Schwarz auf Gewinn zu spielen. Als Marco dann im Endspiel mit praktisch symmetrischen Bauern oder Angriffsziele war, ließ sich das Remis nicht mehr vermeiden. In meiner Stellung schienen einige Möglichkeiten für beide Seiten drin zu sein, allerdings liefen die meisten Varianten auf „ungleichfarbige“ LÄufer hinaus – und genau so kam es dann auch.

Kurze Zeit später verlor Peter seine Partie. Wie schlimm seine Stellung war? Schwer zu sagen, vom Gefühl her fand ich die Stellung eigentlich ganz gut, aber in der Analyse stellte sich wohl heraus, dass Schwarz immer ein wenig schneller war.

Roberts NIederlage folgte zum 1 – 3. Eine sehr interessante Eröffnungszugfolge brachte auch hier eine an sich vielversprechende Stellung. Doch auch hier konnte sich Weiß am Damenflügel mit dem klassischen Minoritätsangriff einen Vorteil verschaffen. Als Robert aus meiner Sicht kurz vor dem Aufgeben war, hatte er plötzlich eine Qualität mehr (Fragt mich nicht wieso!). Allerdings war das Gegenspiel von unserem alten Bekannten Enni schon sehr gut und nach einem Überseher von Robert gab es dann auch hier eine Niederlage.

Es folgten dann erst einmal zwei weitere Remisen. Martin hatte als einziger so etwas wie ein Druckspiel gegen seinen Gegner entwickelt und zwischendrin sicherlich auch eine Stellung, die einige Angriffsideen hatte. ALs sich dann alles abtauschte, verflachte die Partie zusehends, im gleichfarbigen Läuferendspiel ging dann für beide nix mehr.

Auch Tom frönte seinem Lieblingshobby – dem Turmendspiel. Allerdings musste er dieses mit einem Minusbauern bestreiten, nachdem er im Mittelspiel einen Bauern eingestellt hatte. Allerdings hat Tom eine saubere Verteidigung für seine Stellung gefunden und so war das Remis dann auch nicht mehr so schwer 🙂

Frank und (vor allem) Emery hatten Stellungen, in denen man möglicherweise auch einen vollen Punkt hätte einfahren können. Sicherlich standen beide nicht auf Gewinn, aber die Stellungen boten beiden Seiten Gewinnchancen. Insbesondere bei Emery war die Zeitnotphase durchaus spannend, nachdem Emery eine Figur gegen zwei Bauern opferte und einige Drohungen aufstellen konnte. Letztlich verloren dann jedoch beide.

Die 2 – 6 Niederlage war sicherlich verdient.

Nachdem FTV und Stadtilm ebenfalls wieder verloren, hat sich an der Tabellensituation nichts geändert.

Die Entscheidung fällt im Showdown am Saisonende am 14. und 15. April in Gernsheim in dem direkten Duell gegen den Tabellenletzten (Stadtilm) und Erfurt.

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