Landesklasse Süd

3. Mannschaft: 3.Sieg in Folge

Das zweite Auswärtsspiel der Saison führte uns nach Lorsch. Trotz des Schneechaos kamen wir – glaube ich – sogar mal alle recht pünktlich an. Wir spielten in einem „Schuppen“ im Hinterhof einer Gaststätte. Zugegebenermaßen sah es von innen gar nicht so komisch aus wie von außen und die Luft war auch eher mäßig, wie in einer urigen Gaststätte halt so erwartet…

Den fehlenden Carsten ersetzten wir natürlich durch Karsten, ansonsten waren alle anwesend und bis auf Tobi und mich vermutlich auch recht wach. Für gute Verpflegung hatten Manon und Martin in Form von Lebkuchen und Zimtsternen gesorgt. Konnte also eigentlich nicht mehr schiefgehen!

Die erste Belustigung gab es, als wir feststellten, dass unsere ersten 3 Weißbretter sich alle im Maroczy wiederfanden. Zum Glück für alle Zuschauer entschieden sie sich dann allerdings doch etwas unterschiedlich weiterzuspielen, wäre ja sonst auch langweilig geworden. Ansonsten sah alles was ich so gesehen habe eigentlich noch recht normal aus. Manon wollte in der Eröffnung unbedingt einen Bauern verspeisen (vielleicht schlecht gefrühstückt?) und vernachlässigte dadurch jegliche Entwicklung. Um ehrlich zu sein, habe ich von der Partie schon sehr bald nichts mehr kapiert, aber schön fand ichs nicht für Manon (möglicherweise ging auch alles aber beim Zuschauen tats weh – jetzt weiß ich mal wie die anderen sich beim Blick auf mein Brett fühlen…).

Als ich mich zwischendurch mit Micha im Wartezimmer traf, berichtete er mir, dass Carl wohl gerade eine Figur gewinnen könne. Carl war wohl der gleichen Meinung und wählte entsprechendes Abspiel – wohl schon mit dem Gedanken mal wieder sehr früh fertig zu sein (naja in Mörlenbach gings schneller). Die gegnerische „Kompensation“ in Form eines Turms auf der zweiten Reihe bei noch unrochiertem König sah auch nur schön aus. Noch schneller als Carl war allerdings Yvonne fertig, die recht unnötig eine Figur einstellte und die Partie auch direkt aufgab. Ich habe leider nicht mitbekommen was dort genau los war. Naja 1-1 ist ja erstmal nicht verkehrt.

Beim Blick auf die restlichen Bretter konnte man eigentlich schon wieder auf mal mindestens einen weiteren Mannschaftspunkt hoffen. Karsten stand recht bequem und hatte auch zwischenzeitlich signalisiert bekommen, dass ein Remis keine Option ist, mein Gegner hatte einen Bauern geopfert um seine Entwicklung vernünftig fortsetzten zu können, allerdings das Turm gegen Läufer und Bauer Opfer ausgelassen was wohl recht gut für ihn gewesen wäre, wodurch auch ich gut stand. Bei Tobi war nicht wirklich viel los und so einigte man sich auf Remis, guter Job bislang da vorne! 1,5-1,5

Mein Gegner entschied sich etwas später einen vergifteten, sogar fast absichtlich stehen gelassenen, Bauern zu schlagen wodurch er sich nur noch mit einem Damenopfer versuchen konnte zu retten. Allerdings wurde dies nur fast Matt und bewegte ihn letztendlich zur Aufgabe. 2,5-1,5

Karstens Gegner verspeiste einen noch ungesünderen Springer (die Stellung war aber auch so schon gut für Karsten) und fand sich in einem nicht mehr abwehrbaren Mattnetz wieder. 3,5-1,5

Es spielten also nur noch unsere 3 M’s. Bei Martin war so ziemlich überhaupt nichts mehr los, zu Manon hatte ich ja bereits alles gesagt 😉 und Micha stellte messerscharf fest, dass uns ja zwei Remis völlig ausreichten. Also bot man an beiden Brettern ganz frech mal 2 Remis an – lustigerweise war sein Gegner sofort einverstanden (er stand zwar wohl etwas schlechter, aber bei Martin war wie gesagt nichts los) und Martins Gegner zögerte noch eine Weile. Nachdem allerdings auch der Mannschaftsführer einverstanden war, konnten wir bereits unseren dritten Sieg in Folge feiern und sollten mit dem Abstieg nicht mehr allzu viel zu tun haben!

Manon musste sich wenig später noch geschlagen geben, war allerdings sichtlich erleichtert, dass diesmal nichts von ihrer Partie abhing. Beim Blick auf die Uhr wurde dann noch überrascht festgestellt, dass wir mit etwas über 4 Stunden einen sehr kurzen Arbeitstag hinter uns gebracht hatten.

Naja das 4,5-3,5 hört sich zwar knapp an, war aber denke ich recht souverän und verdient. Solang wir der zweiten immer vormachen, wie das mit dem gewinnen funktioniert, kann ja eigentlich nichts mehr schief gehen…

P.S.: Das „Wartezimmer“ war übrigens eine Stuhlreihe direkt vor der Heizung wo sich meistens frierende Gernsheimer aufhielten.

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