5. Mannschaft

5. Mannschaft aufgestiegen

Am letzten Spieltag hatten wir die weiteste Anreise zu unserem Gastspiel beim Tabellenletzten der A-Klasse. Yvonne konnte nicht spielen, so musste jeder um 1 Brett nach oben und ich durfte an Brett 8 spielen.

Bad König bot 2 Ersatzspieler auf. Ich hielt nach dem 3. Zug die Luft an, denn erst als ich Lc5 gezogen hatte, sah ich, dass mein Bauer auf e5 ungedeckt und vom Springer f3 bedroht war. Mein Gegner nahm warum auch immer den Bauer nicht und spielte statt dessen h3. So baute sich bei uns eine italienische Partie auf. Mein Gegner machte auf der Grundlinie die Plätze für die lange Rochade frei, was ich mit Angriff auf dem Damenflügel zu verhindern wusste. Der Bauer b5 vertrieb den Weißfelder nach b3, und nach b4 stellte sich der Springer wieder auf das Ausgangsfeld b1. Wenig später folgten 2 Tempo- und Bauerngewinne auf c3 und b2. Nun galt es, den Springer vom Umwandlungsfeld zu vertreiben. Zunächst gab mir aber mein Gegner das Feld e4 für meinen Springer. Damit war auch die kleine Rochade nicht mehr möglich. Nach ein paar Schachgeboten gelang dies mit einer Springergabel gegen König und Dame. Nach 24 Zügen und etwas mehr als einer Stunde war mein Gegner matt. Dies bedeutete schon den 2. Punkt, da Daniel Werber seinen Gegner noch ein wenig schneller für dessen Fehler bestrafte und zur Aufgabe zwang. Nun konnte ich mir einen Überblick über die anderen Partien verschaffen: Paddy hatte 2 Bauern weniger, dafür eine Figur mehr, sonst war noch nicht so sehr viel geschehen. Bald schon einigte sich Tobi mit seinem Gegner an Brett 1 auf remis, und Paddy, der zwischenzeitlich sogar 3 Bauern weniger hatte, gewann nach dem einen oder anderen nicht ganz geplanten Abtausch als nächster, so dass nur noch ein halber Punkt zum Aufstieg und einer zum Mannschaftssieg fehlte. Beides machte Daniel Schilz kurze Zeit später perfekt, indem er seinem Gegner den Springer abluchste und das Endspiel mit Läufer und Bauern gegen nur Bauern gewann. An den Brettern 2 und 4 stand es zu diesem Zeitpunkt noch ausgeglichen, Achim hatte wie sein Gegner jeweils 3 Bauern und die Dame, Mathias an Brett 2 hatte bei jeweils 6 Bauern Springer und Läufer gegen 2 Läufer. Mai Linh setze dieweil bei Materialgleichheit ihren Gegner unter Druck, dessen Läufer auf c8 spielte ebenso wenig mit wie sein Turm auf a8. Plötzlich war die partie an Brett 4 zu Ende, ich dachte, man hätte sich auf Remis geeinigt, doch Achim korrigierte mich, dass sein Gegner einen der Bauern eingestellt und danach dann auch noch die Damen abgetauscht hatte, was zu Achims Sieg führte. Mittlerweile stand es leider nicht mehr ganz so gut bei Mathias. Seinem Gegner gelang es auf der b- und der e-Linie Freibauern zu schaffen, beide hatten außerdem noch jeweils den Schwarzfelder. So gab sich Mathias geschlagen. Blieb noch Mai Linh. Sie erhöhte kontinuierlich den Druck und drohte schließlich alles – von Figurenverlust über Umwandlung bis matt, sodass ihr Gegner das Handtuch warf. Damit Endstand 6,5 : 1,5 –  der Ausflug in den Odenwald hatte sich für den Aufsteiger in die Bezirksklasse gelohnt.

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