3. Mannschaft

So schnell wie noch nie – der Bericht der Dritten

Gernsheim III holt erwartungsgemäß 2 Punkte gegen Tabellenschlusslicht Ober-Ramstadt

Nachdem ich gestern kurz vor Mitternacht von meinem heutigen Einsatz erfahren hatte, kam ich heute doch eher müde ans Brett. Naja zwischen meinen Schlafphasen habe ich trotzdem mal bei meinen Teamkollegen aufs Brett geschaut, was zum Glück nicht zu allzu schlimmen Albträumen führte…
An den meisten Brettern waren wir entweder gleichstark oder stärker aufgestellt. Nur Martin W. hatte einen leicht stärkeren Gegner. Dafür waren vor allem Alex Z. und Karsten an Brett 7 und 8 deutlich überlegen.

Schon bevor ich meinen ersten Zug machen konnte, führten wir mit 1-0. Das lag daran, dass Carsten keinen Gegner hatte. Nach einer Stunde war das Ergebnis dann auch offiziell und das 2-0 lag schon in der Luft. Nach etwas kreativer Eröffnung meines Gegners erdreistete er sich mit seinem Läufer meine Dame anzugreifen. Nachdem ich meinen Bauern dazwischen zog und gleichzeitig seinen Läufer angriff, musste erstmal wieder ein Nickerchen sein. Man will sich ja auch nicht überanstrengen am frühen Morgen… Naja irgendwann stellte ich jedenfalls fest, dass er seinen Läufer nicht wegziehen kann, ohne mindestens seine Dame einzustellen. Grund dafür war der weiße Monarch auf e1 bei offener e-Linie. Mein Gegner spielte mit Figur weniger noch etwas weiter, aber als kurze Zeit später noch eine weitere Figur verloren ging, gab er schließlich auf. 2-0 nach gut 1,5 Stunden.

An den anderen Brettern sah es auch ganz ordentlich aus. Micha hatte an 1 eine etwas chaotische Stellung auf dem Brett. Ich konnte nicht wirklich einschätzen ob irgendetwas Taktisches ging, aber es sah eigentlich ganz gut aus. Martin wurde in der Eröffnung etwas von einem übermotivierten g-Bauern gestört, aber nachdem seine Figuren dann alle ein schönes Feld gefunden hatten, entwickelte es sich dann doch zu einer halbwegs normalen Stellung. An Brett 4 wurde eine recht kreative Eröffnung ausprobiert…eigentlich machte Manons Gegner nur einen eher ungenauen Zug, aber da Manon auch nicht unbedingt die beste Fortsetzung wählte, wurde es auch dort etwas unübersichtlich aber mit Vorteilen für Manon. Felix hatte scheinbar keine Lust beobachtet zu werden, da er schon nach wenigen Minuten in eine andere Ecke des Raumes umzog. Angeblich lag es nur an der Sonneneinstrahlung… Seine Stellung war, wie eigentlich immer, ganz gut, allerdings hatte er heute auch bis ca. zum 30. Zug auch deutlich mehr Zeit. Alex und Karsten spielten erwartungsgemäß voll auf Angriff und erarbeiteten sich auch früh gute Stellungen.

Für die Überraschung des Tages sorgte Micha. Davon abgesehen, dass er relativ wenig Zeit für die zweiten 20 Züge hatte, übersah er in einer Variante einen Zug seines Gegners, was ihn zunächst „nur“ einen Bauern kostete, allerdings auch zu Initiative für den Gegner führte.  Er kämpfte zwar noch einige Züge weiter, aber musste sich dann doch geschlagen geben. 2-1

Sollte es nochmal spannend werden? Nein! Alex gewann nämlich relativ bald danach eine Figur und nachdem er noch eine Dauerschach-Möglichkeit abgewehrt hatte, gab sich sein Gegner auch recht bald geschlagen. Da Karsten zu diesem Zeitpunkt glaube ich schon 3 Bauern mehr hatte, bot Manon (natürlich) Remis an ;). Ihr Gegner hatte zwar eine Bauernschwäche aber in dem Endspiel sollte es nicht allzu schwierig sein, diese zu verteidigen. Das Remis ging also schon in Ordnung. 3,5-1,5

Karsten machte wenig später den Mannschaftssieg perfekt. Es ging bei Felix und Martin also nur noch um die Höhe des Sieges… Falls ihr euch noch erinnern könnt, sprach ich von einem Zeitvorteil für Felix (der war zwischendurch mal bei ca. 50 Minuten). Die letzten 10 Züge endeten in einem Blitzduell in dem Felix sogar drohte, auf Zeit zu verlieren. Das Matt im 40. war allerdings ein überzeugendes Argument für uns. 5,5-1,5

Martin bekam kurz darauf ein Remisangebot. Er hatte, glaube ich, mittlerweile einen Bauern weniger, aber die Stellung war dennoch nicht so einfach. Nach kurzem Überlegen und noch bevor die Erste anfing zu spielen, war der 6:2 Erfolg dann perfekt. Eine gute Teamleistung und eine weitere Bestätigung für die starke Saison!

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